Roberto Rizzi Brignoli erhielt sein Klavier Diplom mit der Höchstnote am G.Verdi Konservatorium in Mailand, wo er auch die Fächer Komposition und Orchesterleitung studierte. Mit sehr groβer Zuneigung und Dankbarkeit erinnert er sich an den von Maestro Aldo Ciccolini gehaltenen Fortbildungskursus den er nach dem Klavierstudium absolvierte. Ihm verdankt er auch seine unermessliche Liebe für die Musik und die Erweiterung der neuen Musikhorizonte ,die durch die meisterhaften und ergreifenden Ausführungen des Maestros hervorgerufen wurde.

Nach dieser Erfahrung hat ihn die groβe Leidenschaft für das Theater und für die Oper dazu geführt sich , über viele Jahre hinweg, einer Mitarbeit mit verschiedenen Sängern zu widmen indem er unter anderem als Assistent in vielen traditionellen Theater eintrat, so daβ er auf diese Weise eine bemerkenswerte Kenntnis des lyrischen Repertoires ansammeln konnte.

Es war Maestro Gavazzeni, mit dem er eine lange Frequentation als Pianist hatte, der ihn später an das Teatro alla Scala brachte. Mit diesem Theater hatte er dann eine lange Mitarbeit die ihn bis zur Rolle des Verantwortlichen der Musikalischen Dienste in der artistischen Direktion von 1999 bis 2002 führte. Diese Erfahrung erwies sich für sein künstlerisches Wachstum von groβer Bedeutung, sowie es vor allen Dingen auch sein Zusammentreffen mit Maestro Muti war .Er wurde sein Assistent bei vielen lyrischen und sinfonischen Arbeiten und dessen Schätzung erlaubte es ihm viele Produktionen , im besonderen von Verdi ,an der Scala zu leiten ( Maestro Muti schrieb über ihn : “ ...wunderbarer
Musiker und unentbehrlicher Mitarbeiter
...“).

Seine künstlerische Reife ist deshalb auf diese drei groβen Maestro’s zurück zu führen. Auf sie als auβerordentliche Artisten und Meister des Lebens beruht seine Schulung, intensiv besonders in der ständigen und tiefgründigen Erforschung einer besonderen Klang-Qualität, die aus einer langen und gewissenhaften Konzertarbeit mit den Sängern und dem Orchester entsteht. Diese Arbeit ist, im lyrischen sowie im sinfonischem Repertoire, durch unzählige Schätzungszeugnisse von Orchestern und Sängern mit denen er bisher gearbeitet hat, besonders anerkannt worden.

Die Karriere der Orchesterleitung begann mit der Mitarbeit als Assistent des Chefdirigenten bei verschiedenen Produktionen des Festival dei Due Mondi di Spoleto und des Orchestra della RAI di Milano. Aber das wichtigste Event dieser Jahre , das ihn auf nationalem und internationalem Niveau bekannt machte, war die Leitung der “ Lucrezia Borgia “ von G. Donizetti der Opersaison 1997/98 des Theaters Teatro alla Scala di Milano.

Von diesem Zeitpunkt an begann seine Karriere sich zu steigern. Er dirigierte mehrere sinfonische Konzerte des Sinfonischen Orchesters der Arena von Verona, Sinfonischen Orchesters des Theaters der Oper von Rom, Orchesters des Carlo Felice Theaters von Genua, Orchesters der musikalischen Nachmittage von Mailand, der Kämmerer des Theaters der Scala , A. Toscanini Orchesters von Parma, Orchesters der Deutschen Oper von Berlin und des ständigen Orchesters von Bergamo.

Für das Teatro alla Scala hat er am Nuovo Piccolo Teatro di Milano in der Saison 1998-99 die zwei Ballette “La Sonnambula” von V.Rieti und “Il furioso all’isola di San Domingo” von G.Gavazzeni mit George Iancu als Hauptdarsteller , und für die Saison 1999-2000 die beiden Ballette “Sérénade” mit Musik von Cajkovskij und “Chéri” mit Musik von Poulenc mit Carla Fracci als Hauptdarstellerin, geleitet. Für die Saison 1998-99 hat er am Teatro dell’Opera di Roma den “A Midsummer Night’s Dream” di B.Britten dirigiert.

In der Saison 1999-2000 hat er “Le Nozze di Figaro” von W. A. Mozart am Teatro Verdi di Trieste dirigiert. Für die Saison 1999-2000 hat er am Teatro alla Scala „Adriana Lecouvreur” von F.Cilea dirigiert, eine Vorstellung die auch heute noch oft im Fernsehen gezeigt wird und die auch in DVD zu erhalten ist. Im Jahr 2000 hat er beim Rossini Opera Festival mit dem Orchester der Oper von Lione debütiert und danach debütierte er auch am Sferisterio von Macerata mit “Macbeth” von G.Verdi.

Im Jahr 2001 hat er “La Bohème” am Teatro Comunale di Firenze , “L’elisir d’amore” und “Otello “ am Teatro alla Scala und “Norma” für die Eröffnung der Saison 2001 des Sferisterio von Macerata dirigiert. Im Jahr 2001 hat er erneut beim Rossini Opera Festival bei der Leitung von zwei Possen von Pavesi e Pacini teilgenommen. Im Jahr 2001 hat er an der Opera di Francoforte debütiert wo er die “Cavalleria rusticana” und die “Pagliacci” dirigierte.

Im Jahr 2002 hat er mit “Le nozze di Figaro “ an der Opera di Bilbao debütiert , und dort danach auch “Manon Lescaut”, “Les Pecheurs de Perles” von Bizet und “La Traviata” (die Eröffnungsoper der Saison 2005/2006) dirigiert. Ein weiteres wichtiges Debüt dieses Jahres war “La scala di seta” am Teatro La Fenice di Venezia Weiter noch hat er im Jahr 2002 für das Teatro alla Scala die ganze Produktion von “Otello”, “La Traviata “ und “Rigoletto” wieder aufgenommen.

Er hat an der Deutsche Oper von Berlin mit “La Traviata” debütiert; im Dezember 2003 hat er an diesem Theater noch “Un ballo in maschera” dirigiert, im Jahr 2005 ein sinfonisches Konzert mit der Teilnahme des Soprans Daniela Dessì und im Jahr 2006 das Requiem von Verdi. Im Jahr 2003 hat er ”L’elisir d’amore” am Teatro La Fenice di Venezia und “I due Foscari” am Teatro alla Scala dirigiert.